Ein Workshop für Journalist:innen und angehende Medienschaffende
mit Esther Schapira und Kim Robin Stoller
Donnerstag, 20.03.2025 | 10:00 – 16:30 Uhr in Hamburg (Innenstadt)
Israelbezogener Antisemitismus bedroht Jüdinnen:Juden in Deutschland, Israel und weltweit. Das zeigen nicht nur das jüngste Attentat am Holocaust-Mahnmal in Berlin und die genozidalen Massaker vom 7. Oktober in Israel. Islamist:innen und Terrorbefürworter:innen organisieren in Deutschland israelfeindliche Kundgebungen und Demonstrationen. Große Teile der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland leben zurückgezogen und in Angst und Trauer um Angehörige und Freund:innen. Gleichzeitig artikuliert sich ein massiver Antisemitismus an Universitäten und in der Mehrheitsgesellschaft.
Die Medien spielen bei der Vermittlung dieser Tatsachen eine entscheidende Rolle. Zudem wird im Kontext der Kriege im Nahen Osten von verschiedenen Akteur:innen eine Bilderflut produziert und verbreitet, die von Journalist:innen verarbeitet und eingeordnet werden muss. Häufig emotionalisieren diese Bilder das Publikum.
Um Antisemitismus nicht zu reproduzieren, ist ein kritischer, sensibler und faktenbasierter Umgang mit deutschen und Nahost-bezogenen Quellen, Kontexten und Bildern notwendig.
Der Workshop thematisiert Herausforderungen der Berichterstattung, Werkzeuge zum Erkennen von israelbezogenem Antisemitismus, Akteur:innen des israelbezogenen Antisemitismus und Probleme in der Berichterstattung und Bildproduktion. Gemeinsam diskutieren wir Probleme und mögliche Lösungsansätze.
Leitfragen des Workshops
- Ursprünge und Ausdrucksformen von israelbezogenem Antisemitismus: Woher kommt er und wie äußert er sich?
- Wie kann israelbezogener Antisemitismus in der journalistischen Praxis erkannt und vermieden werden?
- Wer sind die Hauptakteur:innen des israelbezogenen Antisemitismus in Deutschland und dem Nahen Osten?
- Herausforderungen in der Berichterstattung und im Umgang mit Bildern: Welche Fallstricke gibt es, wie kann man in der täglichen Arbeit damit umgehen?
Workshopleitung
Esther Schapira
Autorin, Moderatorin, TV-Filmemacherin, langjährig leitende Politikredakteurin beim HR. Als Journalistin hat sie vielfach über Israel, jüdisches Leben und Fragen von Demokratie und Zusammenleben berichtet und als Kommentatorin der ARD-Tagesthemen immer wieder klar Position bezogen.
Kim Robin Stoller
Antisemitismusforscherin, Vorsitzende des Internationalen Instituts für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA) und Mitautorin des Handbuchs zur Anwendung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind israelbezogener Antisemitismus und Akteur:innen der antisemitischen Mobilisierung.
Programm
10:00 Uhr Begrüßung
10:15 Uhr Workshop-Phase 1 | Esther Schapira
Berichterstattung, Bilderflut und israelbezogener Antisemitismus
11:15 Uhr Workshop-Phase 2 | Kim Robin Stoller (IIBSA)
Hintergründe und Instrumente zum Erkennen von israelbezogenem Antisemitismus
12:15 Uhr Gemeinsames Mittagessen
13:15 Uhr Workshop-Phase 3 | Arbeitsgruppen
Journalistische Fallbeispiele und gemeinsamer Austausch
14:15 Uhr Workshop-Phase 4 | Kim Robin Stoller (IIBSA)
Akteur:innen und Netzwerke des israelbezogenen Antisemitismus und Probleme der Berichterstattung
15:15 Uhr Workshop-Phase 5 | Esther Schapira
Verantwortung im Redaktionsalltag – Fragen, Erfahrungen, Lösungsansätze
16:10 Uhr Abschlussgespräch
16:30 Uhr Ende
Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Anmeldung bitte bis Montag, 10.03.2025, 12 Uhr unter https://form.typeform.com/to/SI28Xuc0.
Veranstalterin: Internationales Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA), Michaelkirchstraße 7, 10179 Berlin. www.iibsa.org