Bundesweiter Transfer: Regionaltreffen zur Antisemitismusprävention und -Bekämpfung 

Textgrafik mit der Aufschrift „Bundesweiter Transfer Regionaltreffen zur Antisemitismusprävention und -Bekämpfung“

Das Internationale Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung e.V. (IIBSA) hat das neue Projekt „Bundesweiter Transfer: Regionaltreffen zur Antisemitismusprävention und -Bekämpfung“ gestartet. Im Rahmen des Projekts organisiert das IIBSA bundesweit regionale Vernetzungstreffen mit jüdischen Gemeinden und Organisationen, Studierendengruppen, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Meldestellen, Beratungsstellen und weiteren Akteur:innen, die gegen Antisemitismus aktiv sind.

Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und den darauf folgenden Entwicklungen haben sich antisemitische Vorfälle, Mobilisierungen und Dynamiken auch in Deutschland deutlich verschärft. Diese Entwicklungen zeigen sich regional unterschiedlich: Jüdische Gemeinden, zivilgesellschaftliche Initiativen, Meldestellen, Beratungsstellen, Studierendengruppen und Akteur:innen an Hochschulen sind mit unterschiedlichen Problemstellungen, Akteurskonstellationen und Handlungsbedarfen konfrontiert. 

Mit dem Projekt möchte das IIBSA einen strukturierten Austausch zwischen regionalen und bundesweiten Perspektiven ermöglichen. In den kommenden Monaten werden bundesweit Regionaltreffen mit lokalen Akteur:innen, jüdischen Gemeinden, Studierendengruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt.

Im Mittelpunkt der Treffen stehen der Austausch über regionale, bundesweite und internationale Dynamiken von Antisemitismus, das Identifizieren konkreter Problemstellungen sowie die Diskussion über Best Practices, Failed Practices und Bedarfe vor Ort. Dabei geht es auch darum, bestehende Ansätze der Antisemitismusprävention und -bekämpfung kritisch zu reflektieren, wirksame Konzepte weiterzugeben und regionale Netzwerke zu stärken. 

Ziel ist es, regionale Erfahrungen und Problemlagen zusammenzuführen, den Austausch über wirksame Ansätze der Antisemitismusprävention und -bekämpfung zu stärken und Wissen zwischen lokaler, bundesweiter und internationaler Ebene zu übertragen. 

Dr. Kim Robin Stoller, Vorsitzende des IIBSA, erklärt zum Projekt: 

„Mit dem bundesweiten Transfer wollen wir Räume schaffen, in denen Erfahrungen aus der Antisemitismusprävention und -bekämpfung zusammengeführt, regionale Problemlagen sichtbar gemacht und konkrete Handlungsansätze weiterentwickelt werden können. Internationale und bundesweite Dynamiken werden dabei ebenso berücksichtigt wie die spezifischen Bedarfe vor Ort. Das Projekt soll dazu beitragen, vorhandenes Wissen zu bündeln und für die Praxis in anderen Regionen nutzbar zu machen.“ 

Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, unterstützt das Projekt und betont: 

„Die Bekämpfung von Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Zugleich zeigen sich antisemitische Dynamiken in den Regionen sehr unterschiedlich. Umso wichtiger ist ein bundesweiter Transfer, der Erfahrungen aus der Praxis zusammenführt, regionale Bedarfe ernst nimmt und erfolgreiche Ansätze überregional nutzbar macht. Durch Austausch, Vernetzung und gegenseitiges Lernen können Akteur:innen vor Ort gestärkt und wirksame Strategien weiterentwickelt werden. Das Projekt des IIBSA leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“ 

Das Projekt wird vom Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus gefördert.

Logos von Projekt, Förderhinweis der Bundesregierung und ibsa Research & Education on Antisemitism auf weißem Hintergrund

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