Studie: Antisemitismus in Berlin 2025/2026

Das Internationale Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung e.V. (IIBSA) startet die Studie „Antisemitismus in Berlin 2025/2026 – Erscheinungsformen, Milieus und Handlungsoptionen“. Im Mittelpunkt steht eine qualitative, praxisnahe Untersuchung aktueller antisemitischer Dynamiken in Berlin, insbesondere im öffentlichen Raum, auf Straßenprotesten und an Hochschulen. Ziel ist es, Erscheinungsformen, beteiligte Milieus und Dynamiken zu analysieren und daraus konkrete Handlungsoptionen für Politik, Bildung, Verwaltung und Zivilgesellschaft abzuleiten

Seit dem 7. Oktober 2023 verzeichnet Berlin einen massiven Anstieg antisemitischer Vorfälle. Antisemitismus tritt vermehrt auf Demonstrationen, an Hochschulen, in öffentlichen Räumen, im privaten Umfeld und in digitalen Räumen auf. Betroffene erleben Bedrohung, Verunsicherung und Rückzug. Eine fundierte Analyse dieser Entwicklungen ist notwendig, um wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln und demokratische Resilienz zu stärken.

Die Studie untersucht, wie sich aktueller Antisemitismus in Berlin manifestiert, welche Milieus und Dynamiken daran beteiligt sind und welche Handlungsmöglichkeiten sich für Politik, Bildung und Zivilgesellschaft ergeben. Dafür verbindet das IIBSA wissenschaftliche Analyse mit Praxistransfer und regionaler Expertise.

Methodisch stützt sich die Untersuchung auf leitfadengestützte Interviews mit Expert:innen aus jüdischen und nicht-jüdischen Organisationen, Verwaltung, Hochschulen, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Initiativen, auf die Analyse aktueller Berichte, Lagebilder und Sozialer Medien sowie auf eine fallorientierte Untersuchung antisemitischer Vorfälle im Kontext von Straßenprotesten und Hochschulen.

Dr. Kim Robin Stoller, Vorsitzende des IIBSA, erklärt zum Projekt:

„Antisemitismus in Berlin zeigt sich gegenwärtig in unterschiedlichen Räumen, Milieus und Ausdrucksformen. Mit der Studie wollen wir diese Entwicklungen wissenschaftlich fundiert analysieren und zugleich praxisnahe Handlungsoptionen für Politik, Bildung und Zivilgesellschaft entwickeln. Zentral ist dabei, die Erfahrungen von jüdischen und nicht-jüdischen Organisationen, Beratungsstellen, Hochschulen, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen zusammenzuführen. Die Studie soll dazu beitragen, Problemlagen sichtbar zu machen, Wissen für die Praxis aufzubereiten und den Austausch über wirksame Gegenstrategien zu stärken.“

Die Ergebnisse werden in einem ausführlichen Studienbericht sowie einer kompakten Kurzfassung für Fachöffentlichkeit, Bildung und Politik veröffentlicht.

Das Projekt wird von der Lotterie “PS-Sparen und Gewinnen” der Berliner Sparkasse unterstützt.

Buntes Werbebild mit Text „Wir werden unterstützt durch PS – die Lotterie der Sparkassen“ und PS-Logo darunter

News

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Extended Deadline: Call for Papers of the Research Network “Ethnic Relations, Racism and Antisemitism” for the 16th European Sociological Association Conference in Warsaw, 25-28 August 2026

Call for Papers of the Research Network 31 “Ethnic Relations, Racism and Antisemitism” for the 16th European Sociological Association Conference in Warsaw, 25–28 August 2026  The ESA Research Network 31…